Aus gegebenem Anlass kam es durch das Dozententeam WR-RR zu der Bewertung von zwei Akrobatikelementen. Jene Klarstellung möchten wir euch zu Saisonbeginn der Formationen gerne mitteilen.
Grundsätzlich bezieht sich die Definition dazu in der TSO unter Punkt 3.3 auf die Einzelklassen (J-Akro für Girl-F. bzw. C-Klasse Akro für Lady-F.). Die erlaubten Akrobatiken der Einzelklassen sind über die Visualisierung beschrieben. Offen bleibt dabei, inwieweit in einer Formation auch andere Ausführungen möglich sind, daher wollen wir folgendem Prinzip folgen:
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In Formationsklassen, in denen J-/C-Akrobatiken erlaubt sind, dürfen alle Akrobatiken auch dual (d.h. in der Gruppe) ausgeführt werden, wobei der charakteristische Bewegungsablauf (Erkennbarkeit der Akrobatik) erhalten bleiben muss.
Konkreter Fall: Dual geworfener Grätschwinkelsprung in einer Lady-Formation
In der C-Klasse ist ein Einsteiger-Strecksprung erlaubt (C7005), aber kein Grätschwinkelsprung. Analog ist also in einer Lady-Formation auch ein dual (d.h. von 2 Damen) geworfener Strecksprung ok, der Grätschwinkelsprung (oder eine andere Variation) aber nicht.
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Laut TSO 2.3.9 und 2.3.10 sind bei Girl- bzw. Lady-Formationen Saltobewegungen erlaubt, „wenn die ausführende Dame mit Griff (jeweils zwei Hände an beiden Oberarmen) gehalten wird“. Dies wird nicht immer eingehalten, der Griff ist manchmal auch am Unterarm oder der Hand wahrzunehmen. Jene Varianten stellt ein Verstoß gegen die TSO dar. Erlaubt ist ausschließlich die in der TSO beschriebene Variante.
Ausblick: Da die WRRC aktuell eine Überarbeitung ihrer eigentlich auf safety levels basierenden, aber durch Sonderfallentscheidungen leider etwas zerfledderten Regeln anstrebt, hoffen wir, für die nächste Saison dann klarere Regeln definieren zu können, die auch mit der internationalen Praxis im Einklang stehen.
