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Freitag, 23. August 2019

Eine besondere Europameisterschaft Boogie-Woogie 2019

Unsere Junioren zeigen bereits seit den vergangenen Jahren immer wieder hervorragende Leistungen auf internationalem Parkett, dass nicht zuletzt auch durch die Titel von Theresa Sommerkamp und Elian Preuhs gekürt wurde. Dieses Jahr gingen wir sogar mit zwei Titelfavoriten ins Rennen.

Magdalena Schmid und Anton Graßl von der Boogieschmiede Kirchdorf hatten bisher jedes internationale Turnier gewonnen. Nicola Götzner und Paul Siegl von den Boogie-Magic’s Hohenbrunn griffen schon länger immer wieder nach dem Treppchen und schienen zuletzt langsam einen „Stempel des ewigen Zweiten“ zu tragen. Beide Paare setzen sich in der Vorrunde bereits in gewohnter Form gemeinsam mit dem härtesten Konkurrenten aus Rußland vom Rest des Starterfelds ab. Ab dem Seminfinal drehte sich jedoch der Wind und Nicki und Paul setzen sich ganz knapp vor Maggie und Anton, wie beide Paare sich gegenseitig freundschaftlich nennen. Nun war die Spannung fast nicht mehr auszuhalten.

Nicki und Paul gingen in der 4. Finalrunde an den Start und bekamen einen superdynamischen Pianoboogie, der ihrer spritzigen Technik sehr gut zuspielte. Maggie und Anton waren in Runde 6 dran und betraten vorerst unbeeindruckt die Fläche. „A lot of what you got“, ein schöner Boogieklassiker mit vielen Stopps und Dynamikwechseln, wo es absolut auf Musikinterpretation ankommt. Die Zwei lieferten fast wie schon „alte Hasen“ ab, dann die Anzeige: 33,4 – leicht schwächer als das Halbfinale und vorerst Platz zwei. Das letzte Paar, die russische Konkurrenz, hätte hier noch mitspielen können, viel jedoch mit einem groben Taktfehler weit auf Platz 7 ab.

Nicki und Paul konnten es nicht fassen, Maggie und Anton in der ersten Emotion verständlicherweise ein wenig traurig. Aber wie ganz große Sportler gratulierten sie sich von Herzen und machten ganz Deutschland stolz! Für Nicola und Paul steht nun die Main Class an, für Magdalena und Anton ebenso, jedoch nur national, da Magdalena zu jung für die internationale Main Class ist. Da zeichnet sich eine große Hoffnung für weiteren erfolgreichen Nachwuchs in der Königsklasse ab.

DRBV EM BW 2019 IMG 4137


Die Seniors mußten Freitagvormittag in einem sich noch füllenden Hegelsaal an den Start. Angela Lex und Christian Wagner von den Dancin‘ Shoes Trostberg qualifizierten sich direkt nach der ersten Runde während alle anderen Deutschen Paare durch die Hoffnungsrunde mußten. Leider schafften auch dort nur Sabine und Marco Rißmann vom Take It Easy Königs Wusterhausen den Einzug ins Halbfinale. In einem spannenden und hervorragend getanzten Seminfinale sicherten sich Lex/Wagner einen Finalplatz, für Rißmanns war auf Platz 8 Endstation.

Im Finale gab es beim französischen Paar Koudache/Bares ein Musikproblem, weswegen sie einen Redance beantragten. Diese Entscheidung warf das Paar von Platz 3 auf Platz 5 zurück und öffnete weitere Erfolgschancen für uns. Am Ende können wir mit Platz 5 und der Verteilung unserer Sportler im Starterfeld zufrieden sein.


Unsere Main Class zeigte leider die strukturellen Nachwuchsprobleme, die wir seit vielen Jahren haben. Während von drei Kaderpaaren nur eines an den Start gehen konnte und der DRBV Theresa Sommerkamp und Elian Preuhs von den Boogie Magic‘s bereits zur Mitte des Jahres auf Antrag die Wild Card zugesprochen hatten, wurde letztere recht kurzfristig vor dem Turnier zurückgezogen. Die Sportler waren noch nicht bereit für ein Comeback. In einer kurzfristigen, man könnte fast sagen, „Hauruckaktion“ wurden Gaby Kastenmüller und Lukas Koll von den Boogie-Bären mit der Wild Card entsendet. Gaby und Lukas, er frisch der B-Klasse entwachsen, Gaby mit ein wenig Turniererfahrung in der A Klasse und anderem Partner, tanzten somit ihr allererstes gemeinsames Turnier auf ganz großem Parkett. Wir sind gespannt, was sich hieraus entwickelt.

Valerie Reiß und Christoph Pecher von der Boogieschmiede Kirchdorf und einziges Kaderpaar gingen mit der Zielsetzung "Semifinale“ an den Start. Ein wenig wacklig war die Zielsetzung durch die Verletzung von Valerie im letzten Training vor dem Turnier, aber sie wurden von den nun vollständig angereisten und Moderator Harry Körner perfekt aufgeheiztem deutschen Publikum getragen und ließen sich nichts anmerken. Plätze 20 und 19 in den Slow und Fast Vorrunden schickten beide in die Hoffnungsrunde, Viertelfinale ist in jedem Fall machbar. Als zweite aus der Hoffnungsrunde ins Viertelfinale, Valeries Fuß hielt. Leider war dann hier Endstation und das Paar war mit Platz 18 von 36 Paaren dennoch zufrieden. Bis zur Weltmeisterschaft gibt es nun noch einige Turniere zu bestreiten, da für die Weltmeisterschaft in Moskau wiederum drei der besten Deutschen Paare durch den Bundestrainer nominiert werden.

 

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