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Mittwoch, 18. April 2018

Präsidiumsecke - Q2

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Hallo liebe DRBV Community,

Das zweite Viertel des Jahres ist mein erstes Reisequartal; zu den Dienstreisen gesellen oder kombinieren sich die ehrenamtlichen Reisen auf Turnieren, Sitzungen und Veranstaltungen.

Beginnen wir mit dem Verbandstag des DTV, der leider zeitgleich mit der Süddeutschen Meisterschaft Rock’n’Roll und Boogie-Woogie stattfand. Gerne wäre ich zu dem Kombiturnier gekommen, aber unsere enge Kooperation mit dem DTV ist sehr wichtig. Als Fachverband in diesem Rahmen haben wir die offizielle Anerkennung durch den DOSB und unterliegen damit auch seinen Strukturen. Diese ermöglichen uns wiederum, Zuschüsse für unsere Tanzpaare zu erhalten, wie zuletzt die DOSB Sporthilfe für Michelle Uhl und Tobias Bludau oder auch die Leistungsprämien für unsere internationalen Gewinner. Grundlage für diese Anerkennung ist unter anderem auch der jährliche Nachweis und Offenlegung unserer Sport- und Kaderstruktur, die der Sportdirektor für die Bundestrainer und Teamchefs übernimmt. Dazu gehören z.B. auch der Nachweis gültiger Trainerlizenzen, Begründungen, wenn von der Struktur abgewichen wird, sowie das Belegen abgewickelter Aktivitäten.

Ein weiteres Thema, das zurzeit in aller Munde ist, war die DSGVO, bzw. die Änderungen und Verpflichtungen, die sich für die Vereine ergeben. Der DTV arbeitet hier mit einem Fachmann zusammen, der auf Anfrage über unseren Vertreter für Rechtsfragen, Falk Scheibe-in der Stroth, auch individuelle Anfragen bearbeiten kann. Wichtigste Botschaft war hier allerdings, sich nicht in die Irre leiten zu lassen und den umlaufenden Fehlinformationen zu folgen.

Durch den Wechsel des Schatzmeisters des DTV kam es zu einer intensiveren Buchprüfung, die zwar positiv ausging, aber die Rolle der Professional Division im DTV genauer hinterfragte. Sobald Vereine mit professionellen und auch ausländischen Trainern arbeiten, sind bestimmte steuerliche Aspekte zu berücksichtigen, die auch bei unbewusster Falschabwicklung zur Ahndung und Bestrafung führen können. Leider liegen hier viele Regelungen auch noch in Graubereichen, die sich aufgrund des Übergangs des Vereinswesens in die Professionalität (Fußball z.B.) ergeben. Der DTV ist sich hier einer politischen Aufgabe bewusst, Lobby für die Machbarkeit im Ehrenamt zu betreiben.

Die modulare Trainer C Breitensportausbildung des DTV wird sehr gut angenommen, wo auch Rock’n’Roll und Boogie-Woogie als Module vertreten sind. Wir haben uns erbeten, dass für diese Module ausschließlich DRBV Dozenten eingesetzt werden und wurden dabei durch die anderen Fachverbände unterstützt. Der DTV wird dem nun folgen.

Am darauffolgenden Wochenende hatte ich die Möglichkeit, Teil der Deutschen Mannschaft beim Boogie-Woogie World-Cup in Helsinki zu sein. Leider blieben die Ergebnisse in der Main Class hinter den Erwartungen, aber bei den Junioren und Senioren konnten wir uns gewohnt gut platzieren. Da die Veranstaltung ein Kombiturnier mit der Nordic Championship war, nutzte ich die Gelegenheit mir die nordische Tanzvielfalt auch am Sonntag anzuschauen. Es ist bemerkenswert, dass eine Vielzahl der nordischen Paare so breit aufgestellt ist. Einige starten in allen Klassen, Bugg, Lindy-Hop, Boogie-Woogie und Rock’n’Roll und haben echt die Luft und Kondition in allen Klassen vergleichbar gut abzuschneiden. Begeistert hat mich auch die Kategorie „Swingtrio“, früher bekannt als Double Bugg, ein Herr mit zwei Damen. Dort wurden Performances mit einer Kombination von Rock’n’Roll Akrobatik und Boogie-Woogie sowie Lindy-Hop Elementen gezeigt. Wir gehören also wirklich zusammen ;-)

Meine Präsenz war allerdings auch eine gute Gelegenheit, weitere Beziehungspflege mit dem WRRC zu betreiben und Deutschland entsprechend zu positionieren. Es fand ein intensiver Austausch zu den NJS Guidelines im Boogie-Woogie statt und natürlich fordert die WRRC nach wie vor, dass Deutschland sich auch als Ausrichter wieder verstärkt im internationalen Turniersport einreiht.

Quasi ohne Pause ging es am 2. Juni nach Siegburg, um wenigstens ein Ranglistenturnier im Rock’n’Roll aktiv mitverfolgen zu können. Glücklicherweise bewahrheiteten sich die ursprünglichen Befürchtungen des Ausrichters nicht, dass durch die vorweggenommene Qualifikation der B-Klasse viele Paare fehlen würden. Das Starterfeld vermisste zwar unsere Kaderpaare, die am gleichen Wochenende in Zagreb starteten, aber war ansonsten stark vertreten. Auch hier waren viele ehrenamtliche Helfer am Werk, um ein Turnier zu stemmen. Ich frage mich nur manchmal, ob man auch im Rock’n’Roll ein wenig an Szenerie und Aufmachung optimieren könnte. Ich empfinde Rock’n’Roll-Turniere immer ein wenig als „Wuselturniere“, weil die Aufmerksamkeit leicht aus dem Zentrum, der Turniertanzfläche, weggelockt wird, wenn sich neben der Fläche z.B. A-Paare einwerfen.

Glücklicherweise kann man dank VOIP und neuen Roamingtarifen unabhängig vom physischen Standort telefonieren, so dass wir ununterbrochen unsere Präsidiumstelefonkonferenzen durchführen konnten. Bestimmendes Thema war weiterhin der Rock’n’Roll Kader, der momentan in einem Übergangsmodus läuft, sowie der richtige und effektive Abschluss der Mediation, die leider nicht all umfänglich erfolgreich war. Jedoch sind wir nun zu dem Schluss gekommen, diese formell durch eine abschließende Positionierung zu beenden, aber Fragestellungen und Unklarheiten in einem persönlichen Termin mit dem Kader aufzugreifen. Wir hoffen, damit eine neue Basis des Vertrauens und des Vorwärtsblickens zu schaffen. Im Sportbereich haben wir einen Sonderzuschuss zu den Reisekosten für den World Cup in Miami für unsere Kaderpaare beschlossen.

In Anlehnung an die WRRC möchten wir ebenso eine jüngere Schülerklasse im Rock’n’Roll einführen, um z.B. auf Sport- und Präambelturnieren eine frühe, kindgerechte Wettbewerbsplattform zu schaffen. Genaueres wird noch aktiv diskutiert.

Die Konzeptgruppe um Christoph Otto hat erfolgreich das Projekt Musikzertifizierung im Rock’n’Roll abgeschlossen, dass die Arbeit der Turnierleiter erheblich erleichtern soll. Im Boogie- Woogie wurden Michael Günther und Elian Preuhs in das Team um Sportwart Thomas Adler benannt. Elian ist ebenso in der Musikzertifizierung des WRRC etabliert und wir können hier Synergieeffekte nutzen, da wir bei Ranglistenturnieren und in den A-Klassen ausschließlich mit der WRRC Musik arbeiten. Für die B-Klassen und Sportturniere geht es darum, interessante, publikumsfreundliche aber dennoch faire und kategorisierte Musik bereitzustellen, die dann idealerweise auch über einen Automatismus für „artfremde“ Turnierleiter zur Verfügung steht. Im Boogie-Woogie gibt es beneidenswerterweise die Tendenz, die Musikvielfalt durchaus wissenschaftlich detailliert zu betrachten. Dennoch sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass ein Großteil unserer Tänzer über die „Schlager“ zu unserem Tanz findet und die Kategorisierung der Musik der Fairness halber dennoch leicht zugänglich bleibt.

Nun freue ich mich auf die bevorstehende Deutsche Meisterschaft im Rock’n’Roll in Landsberg und bin gespannt, euch alle auf der davor stattfindenden Delegiertenversammlung zu treffen und mich mit euch auszutauschen.

Eure Katrin 

Gelesen 449 mal Letzte Änderung am Montag, 11. Juni 2018

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