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Donnerstag, 22. November 2018

Offenes Gespräch mit dem Rock’n’Roll Kader

Im Zusammenhang mit den Unsicherheiten im Nationalteam Rock’n’Roll bzgl. Bundestrainer und weiterer Zukunft wollte das Präsidium die Gelegenheit nutzen, direkt mit dem Team ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen der Kaderschulung in Ingolstadt reisten alle Paare, Sportdirektor Frank Sandow und Präsidentin Katrin Kerber bereits am Freitag an.

Eröffnet wurde das Gespräch von Frank mit einer kurzen Vorstellungsrunde und einem Erinnerungsspiel zum Kennenlernen. Katrin hatte eine kurze Präsentation vorbereitet, die die einzelnen Anspruchsgruppen des DRBV Spitzensports beleuchteten sollte. Dabei ging es um das Rollen- und Selbstverständnis, das Verhalten und die Kommunikation der Tänzer des Nationalteams, der Trainer sowie des Verbandes und weiterer Gruppen. In einem immer professioneller werdenden Sport gilt es umso mehr, sich auf den Sport, die Fairness und Ethik zu konzentrieren, wenngleich der Sport im Ehrenamt ausgeführt wird und damit mit menschlichen Beziehungen steht und fällt. Wenn man diese Situation jedoch für sich anerkennt und sein Denken und Handeln danach ausrichtet, sollte ein sach- und sportorientierter Umgang ermöglicht werden und ineinander greifen. Darüber hinaus sollten Verhältnisse und Beziehungen auch immer als ein stetiger Entwicklungsprozess verstanden werden.

Nach der Präsentation gab es die Gelegenheit für offene Fragen und Anmerkungen. Erstes und scheinbar brennendstes Thema ist das Spannungsverhältnis zwischen WRRC und DRBV. Nachdem der DRBV sich entschieden hat, ein eigenes neues Bewertungssystem neben der WRRC zu entwickeln, erscheint es immer wieder so, dass unsere Paare dadurch benachteiligt wären. Glücklicherweise sind ohne Absprache zwei ähnliche Systeme entstanden, so dass Änderungen durch die WRRC nur einzelne Teilbereiche des DRBV Systems betreffen. Darüber hinaus betonte Frank die technische und finanzielle Abhängigkeit des WRRCs von einer Einzelperson und dessen Firma, wogegen der DRBV auf ein Team an Softwareentwicklern zurückgreifen kann, das komplett ehrenamtlich arbeitet. Der DRBV hat 2018 zumindest erreicht, dass der WRRC sich zu einer spätesten Veröffentlichungsfrist zum 30.10.2018 des Jahres verpflichtet. Im Gespräch zu Detailfragen stellte sich heraus, dass sich über die Zeit die Paare weitestgehend arrangieren können, das Problem aber solange bestehen wird, wie wir ein eigenes System pflegen. Unser eigenes System unterliegt organisatorischen und administrativen Zyklen und ist von unserer Ressourcendecke in der Umsetzung abhängig, wodurch es zu Verzögerungen kommt. Wir haben dennoch aus dem Gespräch mitgenommen, dass WRRC Änderungen schneller und differenzierter bzgl. der Einbettung ins deutsche System betrachtet werden, um Übergangsprobleme weitestgehend zu reduzieren.

Weiteres Thema war die Verwendung von Videos aktueller Turnierpaare für Wertungsrichterschulungen. Die Paare äußerten dazu ethische Bedenken und tendierten eher dazu, dass man nicht auf aktuelle Paare zurückgreifen sollte. Frank ergänzte dazu, dass sich das Wertungsrichterdozententeam einmal im Monat zusammentelefoniert, um gemeinsam per Video zu werten, erteilte Wertungen zu überprüfen und kontinuierlicher im Austausch zu stehen. Die Teilnahme an diesen Telefonkonferenzen wird für Wertungsrichter zum Erhalt anerkannt, denn Ziel ist es, die Wertungsrichter für die hochkomplexe Aufgabe besser auszubilden und zu schulen. Frank wird das Thema in das Wertungsrichterdozententeam mitnehmen.

Verständlich ist auch der Wunsch nach mehr Kaderbudget bzw. mehr Förderung auch für einzelne Paare. Insbesondere wurde hinterfragt, ob der Verband Sponsoren sucht. Die klare Antwort ist: Nein. Keiner der Ressourcen im Präsidium hat das Zeitfenster und die Qualifikation nach einer professionellen und geeigneten Sponsorensuche. Das betrifft auch das Thema Marketing. Es geht ja nicht darum, einfach etwas zu tun, sondern Marketing für einen Fachverband sollte auch Hand und Fuß haben. Leider fehlen uns dazu die Ressourcen und wir können die Frage nur immer wieder in die Basis zurückgeben. Wenn es Kontakte, Hinweise oder ehrenamtliche Unterstützungsangebote gibt, sind die Sportler und das Präsidium sehr dankbar. Die Tänzer verwiesen bereits auf einen Kontakt, mit dem Katrin schon in Verbindung steht. Darüber hinaus planen wir natürlich hier, weitere Ressourcen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit anzusprechen. In diesem Zusammenhang wurde der Vorschlag zu einer eigenen Seite auf unserer Homepage gemacht: „Sponsoren“. Hier könnte man aufbereiten, was der Verband, unser Sport bietet, telegene Beispielvideos posten, mit denen man Interessierte schon mal aufmerksam machen könnte. Das könnte man z.B. auch durch das Ausrichten eines internationalen Turnieres stützen, das die Paare sich in Deutschland wünschen. Da sich insgesamt nicht genügend Turnierausrichter finden, möchten wir das Thema auch im Speziellen auf der bevorstehenden HAS 2019 aufgreifen.

Insgesamt wurde sich im Zusammenhang mit dem vergangenen Konflikt eine schnellere Reaktionszeit gewünscht. Die Schwebezustände haben zu sehr viel Unsicherheit im Kader geführt. Wenngleich die Hoffnung da ist, dass Konflikte zukünftig anders aufgegriffen werden können, werden wir uns immer um zeitnahe Reaktionen bemühen. Wir freuen uns sehr, dass wir die anfängliche Skepsis gegenüber dem Gespräch in eine aktive Einbeziehung verwandeln konnten. Der Wunsch ist, so einen Termin einmal im Jahr ggfls. zu Beginn der Saison durchzuführen.

Wir gratulieren Christian Lehr zur Wahl des Teamsprechers 2018, sowie Tobias Planer als sein Stellvertreter. Wir betonen nochmal, dass wir transparent und offen arbeiten und auch der Teamsprecher direkten Zugang zu allen Gremien des Verbandes hat. Gleichzeitig ergänzen wir, dass er sich bei einem zu engen Zeitfenster auch gerne durch ein anderes Kadermitglied vertreten lassen kann.

Katrin Kerber
- Präsidentin DRBV e.V.

 

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